Walder Dorfmuseum

Walder Dorfmuseum

Walder Dorfmuseum

Im Dorfmuseum wird Geschichte lebendig.

Historischer Stadel findet im Pfarrgarten neuen Platz.

Führungen durch das Dorfmuseum:

siehe Veranstaltungskalender,  Treffpunkt am Museumsstadel im Pfarrgarten

Gruppenführung:

jederzeit möglich unter Tel. 08302 / 473 (Gemeinde Wald) oder 08302 / 333 (Happ Edi)

Die Ausstellung beherbergt neben bäuerlichen Gerätschaften auch Zeugnisse einst heimischer Handwerker von Senn über Schäffler bis hin zum Sattler und lässt so die Dorfgeschichte von Wald wieder aufleben!
 

Mit einem bunten Rahmenprogramm wurde das Dorfmuseum im Pfarrgarten in Wald am 15. August 2006 eingeweiht. Neben dem historischen Ausflug ins Dorfmuseum war für die Gäste auch zeitgleich eine Oldtimer-Ausstellung mit Traktoren, Motorräder und historischen Geräten zu sehen. Im alten Pfarrhof ließ der Verkehrsverein unter dem Motto "Wald einst" die Geschichte des Ortes mit ca. 250 alten Fotos lebendig werden. Die Einweihung, die Foto sowie Oldtimerausstellung und das Unterhaltungsprogramm machten aus dem Ereignis ein richtiges Dorffest.


Eigentlich . . .

wollte Edmund Happ nur Bretter zum Verheizen abholen, als er vom Abbruch eines alten Stadels auf dem Rehle-Grundstück im Wald hörte. Aber er war sich mit Karl Rehle sofort einig, dass das Bauwerk viel zu schade zum Verbrennen war. Und so wurde eine Idee geboren, die Wald ein kleines Prunkstück beschert hat. Der Stadel wurde in den Pfarrgarten versetzt und beherbergt jetzt ein Museum.

Das Fundament wurde aus Natursteinen errichtet und über dem Eingang prangen Balken aus dem 17. Jahrhundert. Mit neuen Brettern verkleidet wurde lediglich die Westfront. Außen angebracht sind Heinzen, ein Wagenrad und eine Egge. 

In nur eineinhalb Jahren richtete man mit etwa 15 ehrenamtlichen Helfern den Stadel auf dem kirchlichen Grundstück nicht nur auf, sondern auch mit unzähligen Museumsstücken ein. Alle Gegenstände erzählen dort Dorfgeschichte.

Bäuerliche Gerätschaften von Rechen, Eggen, hölzernen Güllefässern, Dreschflegel bis hin zu Ochsengeschirr und Milchkannen sind in dem neuen Museum zu finden. Darüber hinaus sind alle Handwerksberufe, die es jemals in Wald gab, vertreten.

Von den fünf Sennereien (in Wald, Hofen, Stechele, Bergers und Klosterhof) zeugen noch Butterfässer, Kupferkessel oder auch Käseschachteln, in denen das Walder "Amsel-Gold" einst in alle Welt ging.

Aus der Hammerschmiede, die 1923 geschlossen wurde, stammen der riesige Hammer und jede Menge Werkzeuge, die dort einmal hergestellt wurden.

Leinene Mehlsäcke und gewaltige Mühlsteine erinnern an die Mühlen, die 1467 an der Kippach errichtet worden waren, ein Schleifstein stammt aus einer Schreinerei. Wagner, Schäffler, Zimmerer und Sattler, Schuster und Schneider - in dem kleinen Dorf gab es die ganze Palette des Handwerks.

Aus einer Zeit, in der das Allgäu noch blau statt grün war, stammen all die Gerätschaften, mit denen Flachs zu Leinen verarbeitet wurde. Eingerichtet wurde auch eine Ecke mit Küchenutensilien und Wasch-maschine aus Uromas Zeiten.

Nicht zuletzt finden sich zwischen den thematisch geordneten Bereichen allerlei Kuriositäten: Dazu zählen die handgeschnitzten Kegel, die bis in die 30er Jahre in der Postwirtschaft noch in Gebrauch waren.

Alte hölzerne Wasserrohre samt Deichselbohrer sind in der Ausstellung zu finden und als echte Seltenheit bezeichnet Happ eine Egge, die ganz aus Holz besteht.

In der Abteilung "Feuerwehr" finden sich Wassereimer aus Leinen, als ältester Verein im Dorf ist auch die Musikkapelle mit historischen Instrumenten und Trachten vertreten.

Ein Teil der Exponate stammt aus dem Bestand von Edmund Happ, der seit längerem solche Antiquitäten sammelte. Aber vieles kam aus weiterem Privatbesitz dazu. Denn die Idee für ein Dorfmuseum war von durchschlagendem Erfolg. "Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Ausstellungsstücke hinzu", so der Initiator.

Nicht nur der Gemeinderat hatte seiner Idee einhellig zugestimmt. Auch die Kirche spielte nach eingehenden Verhandlungen mit und vermietete der Gemeinde das Grundstück, auf dem der Stadel im Pfarrgarten aufgebaut wurde.

Wappen Gemeinde Wald

Kontakt

Gemeinde Wald

Nesselwanger Str. 4

87616 Wald

08302 - 473

08302 - 1420

info@wald-allgaeu.de

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Montag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

Dienstag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

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Freitag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr